Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich ein Intervieprojekt begonnen. Mein Ziel war es, fesselnde Menschen und Menschen, die sich fesseln lassen, mit einem fixen Fragenkatalog zu interviewen und so ihre Erfahrungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Hier möchte ich Euch kurz ein paar Hintergrundinformationen zu dem Projekt liefern… die Videos findet Ihr hier oder auf unserem Youtube-Channel.

Das Konzept

Der Clou: Meine Interviewpartner kannten die Fragen vor dem Interview nicht, mussten also spontan antworten. Dadurch habe ich mir mehr Spontanität und Authentizität erhofft. Der einheitliche Fragenkatalog sollte am Ende dazu führen, dass man unterschiedliche Meinungen zum gleichen Thema bekommt.

Dadurch hoffe ich, einerseits die Vielfalt der Erfahrungen abzubilden und gleichzeitig auch meinen Horizont zu erweitern, weil mich einige der Themen, zu denen ich Fragen gestellt habe, ja auch persönlich interessieren.

Das Interview ist in zwei Teile gegliedert: Allgemeine Fragen zu Technik, Ästhetik, Inspirationen, und einen persönlicheren Teil. Der zweite Teil soll etwas „in die Tiefe“ gehen, und enthält Fragen nach dem eigenen Erleben der Interviewten sowie ihrem Verhältnis zum Fesseln und den Fesselpartnern.

Als Gesprächspartner habe ich mir ein paar meiner Freunde ausgesucht. Alle dieser Personen sind seit langen Jahren in der Fesselszene aktiv und haben umfangreiche Erfahrungen sammeln können. Ausserdem sind sie in einer grossen Bandbreite aktiv: Fesseln/sich fesseln lassen, unterrichten, ein Dojo oder eine Schule betreiben, Events organisieren, und so weiter. Dieses Raster war sehr grob, und natürlich spielte es auch eine Rolle, ob die Leute einerseits bereit sind, sich von mir interviewen zu lassen und auch genug öffentlichkeitsaffin sind, damit ich die Interviews hinterher veröffentlichen kann.

Die Technik

Die Videos habe ich mit meiner Nikon D750 aufgenommen, als Mikrofon habe ich eine Funkstrecke von Rode benutzt, das Rode Filmmaker Kit.

Die Nikon erlaubt Aufnahmen in Full HD, was mir wichtig war, und vor allem konnte ich so meine teure Ausrüstung mal auf eine neue Weise nutzen. Ich wollte ausserdem ein dezentes Mikrofon, das maximale Freiheit erlaubt, und gleichzeitig einen guten Ton abgibt, ohne, dass ich es komplex mischen muss. Und eine Funkstrecke ist auch einfach cool!

Für die Videobearbeitung habe ich Premiere Pro von Adobe genutzt, und ich muss sagen, es ging viel einfacher und intuitiver, als ich gedacht hätte. Bis allerdings der Vorspann fertig war, die passende (lizenzfreie!) Musik gefunden und heruntergeladen war, und die Fliesstexte langsam genug zum Mitlesen durchliefen, hat es einige Stunden Arbeit gebraucht.

Hochgeladen habe ich dann alles auf einem eigens eingerichteten Youtube-Kanal für die Juku. Erst mal nur als privat, damit ich weiter arbeiten konnte, ohne, dass sie schon öffentlich verfügbar waren. So konnte ich meinen Interviewpartnern Zugriff gewähren und ihr Feedback abholen, und dann alles finalisieren.