Willkommen auf der Webseite der Harukumojuku! Auf dieser Seite möchten wir Euch einen kurzen Überblick geben, was die Juku eigentlich ist und welche Idee dahintersteckt. In der Juku realisiere wir eine breite Palette an künstlerischen Aktivitäten, die sich vor allem mit japanischer Seilkunst befassen. Aber was für ein Ort ist „die Juku“ eigentlich?

Die Idee geht auf eine Begegnung mit Kitagawa-san in Tokio zurück, der dort zusammen mit seiner Partnerin Kei-san den „Kitagawa-Salon“ führt. In gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre sind dort Freundinnen und Freunde und Lernende eingeladen, sich zu treffen, auszutauschen, oder ihr Wissen zu vertiefen.

Inspiriert wurden wir ausserdem von der Art und Weise, wie Osada Steve im Studio SIX und Yukimura Haruki in seinem Studio in Ebisu unterrichten. In kleinen Gruppen, meist Einzellektionen, wird dabei intensiv mit den Lernenden gearbeitet. Neben dem aktiven Part wird auch das Modell in die Lesson integriert und mit ausgebildet. Die Juku ist heute vieles gleichzeitig, ein Ort der Möglichkeiten, an dem wir so viel kreatives Potential wie möglich realisieren wollen.

Ort des Lernens

Eine „Juku“ ist eine Privatschule, im alten Japan eine Schule im Hause eines Lehrers. Die SchülerInnen lernen im Haus des Lehrers, manchmal leben einige mit dem Lehrer und seiner Familie. Dieses Bild stand uns vor Augen, als wir einen Ort schaffen wollten, an dem wir uns der japanischen Seilkunst gemeinsam mit anderen widmen können wollten.

Wir wollten einen Ort schaffen, der nicht nur eine Trainingshalle, ein Dôjô, ist, sondern ein Ort, an dem man gemeinsam mit anderen wächst und an dem auch soziale Netzwerke eine wichtige Rolle spielen. Dafür brachten wir 2014 den Lehransatz von Yukimura Haruki und Osada Steve mit dem Ambiente des Kitagawa-Salons zusammen, und so entstand die Juku.

In der Juku betreiben wir unsere Kunst und bieten Interessierten eine Anlaufstelle, um ihre Fähigkeiten zu vertiefen, aber auch neue Kontakte knüpfen zu können.

Ort der Seilkunst

Japanische Seilkunst ist, was wir am besten können. Dabei geht es um die ästhetische Gestaltung mit Seil, Kleidung und Körpern, egal ob in einer Duo- oder Solo-Performance.

Nonverbale Kommunikation ist dabei der zentrale Faktor, wichtiger noch als die Seilmuster und -techniken. Wir legen Wert auf eine künstlerisch anspruchsvolle und dabei sinnlich-narrative Vorgehensweise. Die Spannung zwischen den Performern und die Story, die sie erzählen, steht im Vordergrund.

In der Juku sind wir regelmässig aktiv und betreiben unsere Seilkunst, dabei probieren wir neue Formen und Progressionen aus, experimentieren mit neuen Techniken und tauschen unsere Erfahrungen untereinander aus. In regelmässigen Treffen üben wir uns im Shibari oder experimentieren gemeinsam mit neuen Techniken und Formen. Dabei stehen mal mehr das Lernen, mal mehr der reine Spass im Vordergrund.

Ort des Handwerks

Shibari ist körperlich, haptisch. Ganz im Geiste japanischer Tradition beginnt das Handwerk nicht erst bei den Mustern und Fessel-Techniken, sondern viel früher, bei der Auswahl und Vorbereitung des passenden Materials.

Doch welches Material ist geeignet? Wie bereite ich es vor und halte es in gutem Zustand? Welche Kleidung passt am besten und welche handwerklichen Fähigkeiten sind noch wichtig?