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Kazari

Kazari (飾り) bedeutet „Schmuck“ oder „Verzierung“. Das ist alles, was in einem Shibari-Muster keine technische Funktion hat. Ein typisches Beispiel sind die Diamanten (Hishi, 菱). Auch das kreative „Verbauen“ des Nawajiri nach Abschluss eines technischen Bestandteils ist ein Kazari.

Verzierungen dürfen niemals das ästhetische Gesamtbild stören. Geschickte Bakushi schaffen es, das Ende des Nawajiri geschickt in das ästhetische Gesamtbild einzufügen.

Osada-Ryû TK mit 3 Seilen und Kazari

Hervorragende Bakushi kreieren spontan ein kreatives und ästhetisch ansprechendes Kazari. Gleichzeitig interagieren sie mit dem Partner. Wie erfahren jemand ist sieht man daran, wie gut beides gleichzeitig gemacht wird.

Um das zu lernen braucht es Erfahrung. Die Grundmuster und Grundtechniken müssen verstanden und beherrscht werden. Wenn ein Bakushi die Logik des Seilflusses versteht, entwickelt sich auch die spontane Kreativität.

Ein Shibarimuster folgt immer der gleichen Struktur. Mit dem Kazari kann man diese Muster variieren und optisch verändern. So entsteht aus denselben Grundtechniken immer etwas neues.

Kemono

Kemono-Shibari (獣縛り) ist eines der grundlegenden Muster im Yukimura-Ryû. Es erinnert an ein gefangenes Tier, dem die Beine zusammengebunden wurden. Es ist eine der klassischen Bodentechniken (Newaza, 寝技). Es wird bereits im Einsteiger-Bereich unterrichtet und wird stetig weiter verfeinert.

Kemono-Shibari, Foto aus einer Lesson mit Yukimura Haruki, 2015, Tokio
Kemono-Shibari aus einer Lesson im Studio von Yukimura Haruki in Ebisu, Tokio im Jahr 2015

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