Kategorie: Shibaribegriffe

Nawajiri

Nawajiri ist der Begriff für den längeren Teil des Seils. Es wird auch als „laufendes Ende“ bezeichnet. Das Nawajiri kann auch das Ende des Seils kurz vor den Knoten sein. Es kann aktiv für die Kommunikation mit dem Modell genutzt werden und spielt eine grosse Rolle als reale und metaphorische Verbindung zwischen dem Bakushi und dem Modell.

Nawajiri - das laufende Ende des Seils.

Die Arbeit mit dem Nawajiri ist ein wesentlicher Teil der Ausbildung. Vor allem im Yukimura-Ryû spielt es eine prominente Rolle. Dieser minimalistische Stil betont die Tension und setzt eine grosse Sensibilität und Erfahrung voraus.

Nijûbishi

Nijûbishi (二十菱) gehören zu eine Gruppe von Shibari-Mustern, die vor allem im Osada-Ryû eine wichtige Rolle spielen. Sie basieren auf dem Hishi, einer Raute. Dieses Symbol ist eine stilisierte Wasserkastanie und kommt auch in der japanischen Heraldik vor. Zahlreiche Familienwappen (Kamon, 家紋) enthalten dieses Symbol und auch im Firmenlogo der Automarke Mitsubishi kommt es vor.

Nijûbishi, Frontansicht

Es gibt zahlreiche Varianten und sie sind vor allem wegen der symmetrischen Form beliebt. Ausserdem zeigen sie das Können eines Bakushi, da eine grosse Geschicklichkeit erforderlich ist. Fingerfertigkeit und die Fähigkeit, gleichzeitig den Kontakt mit dem Partner aufrecht zu erhalten, kommen hier zur vollen Entfaltung.

Die Rückseite ähnelt einem Takatekote, es gibt aber auch Möglichkeiten, Hôjô-Nawa-Techniken einzusetzen. Je nach Konstruktion sind sogar Suspensionen mit diesen Techniken möglich. Wichtig ist hier, dass die Gewichtsverteilung und die Spannung im Seil perfekt abgestimmt sind.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén